Mental health

– was schadet unserer mentalen Gesundheit und wie können wir uns um sie kümmern?

Stress, Druck, Social Media. Wir alle kennen sie, aber warum können diese Dinge schlecht für uns sein? Diese Fragen werden in diesem Artikel beantwortet, deswegen viel Spaß beim Lesen!

Zuerst einmal werden wir uns anschauen, was mentale Gesundheit überhaupt bedeutet. Wer ist eigentlich „mental gesund“? Die Weltgesundheitsorganisation definiert mentale Gesundheit als „einen Zustand des Wohlbefindens, in dem eine Person ihre Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft leisten kann. Unsere Mentale Gesundheit ist genauso wichtig, wie unsere physische, weshalb wir sehr gut darauf aufpassen sollten. Trotzdem können sich viele Faktoren im Alltag schlecht auf sie auswirken, Social Media, Druck und Stress sind nur einige davon.

Wie kann sich mein Social-Media-Konsum auf meine Gesundheit auswirken?

Aufgrund von Social Media muss dein Gehirn ständig neue Informationen verarbeiten, was sehr viel Energie kostet und sich auf dein Gehirn auswirkt. Soziale Medien haben Eigenschaften, die suchtfördernd wirken oder deine Psyche beeinflussen. Im schlimmsten Fall kann dies Angstzustände oder Depressionen auslösen. Außerdem kann sich „Doom-Scrolling“, also immer weiter Videos und schlechte Nachrichten ohne Pause am Stück zu konsumieren, negativ auf deine mentale Gesundheit auswirken. Dies äußert sich zum Beispiel durch Angstzustände oder schlechte Stimmung. Dazu kann zu langes Konsumieren des Internets zu Schlafproblemen führen, die dann wieder deine physische Gesundheit und deine Leistungen in der Schule beeinflussen können.

Aber wie reduziert, man seine Bildschirmzeit?

Es ist nicht einfach, da es suchtähnliche Eigenschaften hat, aber hier sind ein paar Tricks, wie wir alle in langsamen Schritten starten können: Social Media ist wie ein Belohnungssystem, welches unser Gehirn dazu bringt, das Glückshormon Dopamin auszuschütten. Um dies also in der „echten Welt“ nachzustellen, hilft Sport, sich mit Freunden zu treffen und neue Hobbys auszuprobieren.

Kann Stress wirklich schlecht für mich sein?

Stress lässt sich im Alltag fast nicht vermeiden. Hoher Arbeitsdruck, enge Abgabefristen und Beziehungskonflikte in der Familie oder im Freundeskreis sowie weitere Faktoren sorgen für Stress. Wenn wir Stress haben, schüttet unser Körper Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus, was dazu führt, dass das Herz schneller schlägt, der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel steigt und die Muskeln stärker durchblutet werden. Stresshormone können Schlafstörungen und  Angst und Panik auslösen, da der ständige Alarmzustand die Psyche verschlimmern kann. Darüber hinaus können Verdauungsprobleme auftreten, da der Körper andere Funktionen priorisiert. Auch  Blackouts und Konzentrationsstörungen können hervorgerufen werden, da die Stresshormone dein Gehirn überlasten.

Um Stress im Alltag zu vermeiden, können wir versuchen, uns besser zu organisieren, uns Prioritäten zu setzen und uns regelmäßig zu bewegen sowie  bewusste Pausen zu machen. Grundsätzlich kann man Stress nicht komplett aus seinem Leben verbannen und ein bisschen Stress im Leben ist normal. Trotzdem sollten wir versuchen, vermehrten Stress zu vermeiden und unserem Körper wie unserer Psyche Pausen zu gönnen. Bei Schulstress können sogenannte „Mental health days“ helfen, also Tage, an denen man sich nur um sich und seine mentale Gesundheit kümmert.

Was ihr tun könnt, um euch um eure mentale Gesundheit zu kümmern, ist also:

  • Eine hohe Bildschirmzeit vermeiden, zum Beispiel durch Aktivitäten, wie Sport oder spazieren gehen, außerhalb der digitalen Welt 
  • Pausen machen, um sich nicht zu überarbeiten
  • Organisiert und mit Prioritäten an Projekte rangehen
  • Sich nicht durchgängig von den perfekten Social Media Bildern oder von schlechten Nachrichten beeinflussen lassen; weniger Social Media Konsum
  • Einen gesunden Schlafrhythmus entwickeln, um Übermüdung zu vermeiden

Zum Abschluss dieses Artikels möchte ich euch dazu auffordern, offen über eure Probleme und Sorgen zu reden. Wendet euch an Vertrauenspersonen wie Eltern oder Lehrer, und falls ihr nicht wisst, ob ihr euch solchen Personen anvertrauen könnt, sind hier noch ein paar professionelle Hotline Nummern, an die ihr euch anonym wenden und eure Sorgen befreien könnt:

  • Telefonseelsorge0800 111 0111 oder 0800 111 0 112 oder 116 123

                              – Anonyme Beratung bei akuten Krisen, Einsamkeit oder Suizidgedanken

                              – 24/7 erreichbar, das ganze Jahr über

  • Nummer gegen Kummer116 111

                              – Anonyme Beratung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

                              – Mo.-Sa., 14-20 Uhr erreichbar 

  • Hilfetelefon (Gewalt gegen Frauen)116 016

                              – Beratung rund um die Uhr

                              – Gegen Gewalttaten an Frauen 

Autorin: Luana Moretti